Solche Tage
Es gibt wundervolle Tage, Tage an denen Dinge gelingen, Tage an denen wir im Flow und aligned mit der Welt sind, Tage wie ein tosendes YES!!!
Und es gibt solche Tage.
Dieser Text ist für solche Tage. Für eingetrübte, durchhängende, loch-ähnliche puhhh-ähh-hmpfff-Tage.
Hier geht’s um den Versuch einer kleinen, bescheidenen Linderung. In erster Linie als Selbstversuch gedacht, im zweiten Moment als unangefragtes Angebot für Gleichfühlende. Es geht um einen Quick-Impuls und ein kurzes Durchschnaufen. Dazu machen wir uns den Mechanismus zunutze, der auch beim guten, alten Glückskeks wirkt. Wir nutzen einen kleinen Hoffnungsmoment, der sich auftut, wenn wir einen zufälligen Impuls ziehen - und auf einen passenden Hinweis hoffen. “Oh ja!”… am besten so.
Gibt es ihn überhaupt, den Zufall? Oder sehen wir ohnehin einfach das, was wir wollen? Oder brauchen?
Wenn wir stark und motiviert sind, brauchen wir keinen Anschub, dann sind wir ja selbst sowas von angeschoben. Dann können wir Bäume ausreissen und manchmal auch Berge versetzen. Dann sind wir: … BÄM!
Cool, wagemutig, geistreich, kreativ, optimistisch.
GENAUSO wollen wir uns fühlen!
An manchen Tagen ist das einfach nicht drin. An diesen Tagen, an denen wir ein bisserl in den Seilen hängen - da brauchen wir etwas Nährendes. Da hilft ein Lächeln - oder ein wenig Mut und Zuspruch von aussen. Wenn wir das Gefühl haben, gerade festzuhängen, dann ist dieses Gefühl vermutlich “nur” ein destruktives Muster. Eines, das es zu durchbrechen gilt - damit es uns nicht in einen matschigen Opfer-Sog zieht. Ach Mensch! Schon wieder! Immer ich! Ist das alles anstrengend!
Genau hier setzen wir an - zwei einfache Schritte und einen Reminder werfen wir dafür in den Ring. Für eine mögliche Abkürzung der mentalen Talfahrt.
Mini-Anleitung: Zweieinhalb Schritte an Miau-Tagen:
Schritt 1
Du stehst jetzt auf und gehst eine Runde um den Block. Du gehst Gedanken lüften. Stell dir vor, du gibst deinen Gedanken an der frischen Luft einfach mal Freilauf - wie bei Hunden. Lass sie in Ruhe rumtollen - und du schaust dir dabei ein wenig die Gegend an. Das Gute ist, du musst nicht aufpassen, dass sie wegrennen. Und falls doch - huch, wie unangenehm :-)
Wenn du ein Ziel für deinen Rundgang brauchst, lautet die Empfehlung: Geh einen Kaffee trinken oder peile einen Drink to go oder den Eisladen an. Oder den Stand mit frischen Erdbeeren. Du verstehst das Prinzip - gönn dir was Kleines Schönes.
Schritt 2
Und dann, vielleicht während du gerade im Cafe wartest oder deinen Erdbeerkaffee genießt - dann nimmst du deinen “Glückskeks”. Vielmehr: dann ziehst du deine Karte, aus dem Kartenset unter diesem Text. Und dann - spür mal in dich rein - ist das der Satz, den du gerade brauchst? Spricht er dich an? Und wenn ja, inwiefern? Auf dem Rückweg drehen sich dann deine Gedanken vermutlich schon in eine ganz andere Richtung.
Schritt 2 ½ - ein Reminder:
Egal, wieviel wir lesen, egal, wieviel wir uns coachen lassen, egal, wieviel wir schon verstanden haben… Wir werden wohl immer mal einen Puuuh-Tag haben. Das ist ganz offensichtlich einfach so. Auch wenn wir diffus irgendwie irgendwo gehofft haben, dass mit dem Verstehen der grosse Lebensschalter umgelegt wird und wir dann nur noch fröhlich sind. Wir ahnen inzwischen: Vermutlich funktioniert das nicht ganz so.
Vielmehr funktioniert es eher so:
Wir wissen, dass es solche Tage gibt. Wir akzeptieren, dass es solche Tage gibt. Ja, wir akzeptieren das “einfach” und kämpfen nicht gegen Wellen und ziehen nicht am Gras. Und vor allem: Wir malträtieren uns dann nicht. Isso, Leute. Isso!
Was sagt der Norddeutsche, wenn er in den Regen kommt? “Wir sind ja nicht aus Zucker!” Eben, sind wir nicht. Wir dürfen also mäh-Tage haben, und uns mäh fühlen (auch wenn wir uns dann sehr undankbar vorkommen). Und gleichzeitig dürfen wir natürlich unseren Blick öffnen, uns daran erinnern, dass wir nicht aus Zucker sind und einen anderen Fokus wählen können. Wir können dann etwas tun, von dem wir wissen, dass es uns an solchen Tagen hilft. Wie eine Wärmflasche bei Frost. Also, Decke schnappen, Freundin anrufen, ein Eulenvideo schauen - oder eben um den Block gehen und eine Karte ziehen. Am besten jetzt.
Alles Gute 🧡 This too will pass.
There´s always laughter after pain
There´s always sunshine after rain
These things have always been the same
So why worry now
(nach Dire Straits)
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